Hintergrundgeschichte von Risen

Hintergrundgeschichte von Risen

HintergrundgeschichteGestrandet.

Du erwachst aus einer tiefen Bewusstlosigkeit. Sanft schwemmt die Gischt um deine nackten Zehen, zwischen deinen Fingern spürst du feine Sandkörner. Du öffnest deine Augen. Die Sonne strahlt mit all ihrer mediterranen Macht herab, doch sie blendet dich kaum. Der schwarze Sand, den das Meer in Jahrtausende langer Arbeit aus dem Lavagestein schliff, absorbiert die aggressiven Strahlen. Unter Aufbietung deiner letzten Kräfte richtest du dich auf und überblickst dein neues Exil: Eine abgelegene Vulkaninsel, im Volksmund die „Verbotene Insel“ genannt, die von der königlichen Inquisition hermetische abgeriegelt wurde. Seit hier geheimnisvolle Ruinen aus der Versenkung emporstiegen, darf niemand diese Insel betreten oder verlassen. Niemand! Doch all das weißt du nicht. Denn du bist nur ein Schiffbrüchiger, dessen Erinnerung und Kameraden sich die See einverleibte. Einzig dich spuckte sie wieder heraus … und als du nun entkräftet zusammensackst, ahnst du nicht einmal im Entferntesten, welche Wege das Schicksal noch für dich ersann.

Mit aller Härte.

Doch wer ist diese Inquisition und was hat es mit der „Verbotenen Insel“ auf sich? Am Anfang dieser Geschichte steht die „Dunkle Welle“, ein tragisches Ereignis, durch das die Magie der Götter selbst verschwand. Seitdem peitschen magische Stürme über die Ebenen und verwüsten ganze Landstriche samt Dörfern und Städten. Außerdem suchen grausige Bestien die Bevölkerung heim und Menschen verschwinden spurlos. Die Überlebenden schließen sich zu Enklaven zusammen. Eine dieser letzten Bastionen der Menschheit ist die „Verbotene Insel“. Da die Ereignisse hier ihren Ursprung zu nehmen scheinen, schickt der König eine Spezialeinheit zur Aufklärung der Geschehnisse - die Inquisition. Seit deren Flotte auf der „Verbotenen Insel“ landete und die Macht übernahm, steht das Eiland unter der brutalen und eisernen Herrschaft des Inquisitors. Niemand darf die Insel betreten oder verlassen, die Bewohner sind gefangen innerhalb der Hafenmauern und immer wieder werden arbeitsfähige Söhne und Ehemänner zwangsrekrutiert, um in den Ausgrabungstrupps der Inquisition zu schuften – und oft genug auch zu sterben. Doch nicht alle unterwerfen sich der Tyrannei und so gedeiht im Untergrund so manches lichtscheue Gewächs, vom einfachen Tagedieb bis zum rebellischen Freiheitskämpfer.